Vom 17. März bis zum 4. April 2025 ist unsere Ausstellung „Jüdische Geschichte in Kunst und Kultur im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge“ im Friedrich-Schiller-Gymnasium in Pirna zu sehen. Die Ausstellung präsentiert die Biografien von Max Zimmering, Käthe Mickwausch, Rose Scooler, Julie Hanusch und Albert G. Hess - fünf Jüdinnen und Juden, die im Landkreis lebten und hier im Bereich Kunst und Kultur tätig waren.
Im Rahmen unseres Projekts „Demokratie und ihre Gefahren im Gestern und Heute“ führen wir mit allen achten Klassen Workshops zu Antisemitismus im Nationalsozialismus und heute durch. Dabei beschäftigen wir uns unter anderem damit, wie die Personen, die in der Ausstellung vorgestellt werden, Ausgrenzung und Diskriminierung zur NS-Zeit erfuhren, wie dies ihr Leben prägte und wie sie darauf reagierten. Außerdem gab es eine Ausstellungsführung für interessierte Lehrer*innen und Eltern.
Herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit ans Friedrich-Schiller-Gymnasium!

Bildrechte: AKuBiZ e.V.
Im Zuge der „Aktion Reinhardt“, der systematischen Vernichtung von Jüdinnen und Juden und Roma im deutsch besetzten Polen während des Zweiten Weltkriegs, wurden in den Vernichtungslagern Belzec, Sobibor und Treblinka zwischen März 1942 und Oktober 1943 insgesamt etwa 1,5 Millionen Jüdinnen und Juden getötet. Diese systematischen Ermordungen begannen im Vernichtungslager Belzec, was bis Dezember 1942 in Betrieb war.
In Kooperation mit der sLAG und dem Bildungswerk Stanisław Hantz zeigten wir vom 16. Februar bis zum 2. März 2025 die Ausstellung "Jedes Opfer hat einen Namen" im StadtMuseum Pirna. Die Ausstellung lässt mit biografischen Skizzen und Fotografien einige der etwa 450.000 Jüdinnen und Juden, die im Vernichtungslager Belzec ermordet wurden, aus der Anonymität heraustreten und erinnert an sie. Gestaltet wurde die Ausstellung vom Museum in Bełżec in Kooperation mit dem Bildungswerk Stanisław Hantz.
Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung im StadtMuseum Pirna hielt Hagen Markwardt (Wissenschaftlicher Referent der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein) einen einführenden Vortrag zu den vor allem personellen Verbindungen der nationalsozialistischen Vernichtungslager mit der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein.
Weiterlesen: "Jedes Opfer hat einen Namen" im StadtMuseum Pirna

Bereits 1559 findet sich eine erste Erwähnung von Jüdinnen_Juden in Pirna. Bis in das 20. Jahrhundert hinein lebte eine kleine zweistellige Zahl in Pirna sowie in Königstein, Bad Schandau, Heidenau und Sebnitz. Sie waren Teil des gesellschaftlichen Alltages und manche trugen durch ihr Wirken zu lebhafter Kunst und Kultur bei.
In unserer Ausstellung „Jüdische Geschichte in Kunst und Kultur im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge“ möchten wir exemplarisch fünf Juden_Jüdinnen vorstellen von denen Zeugnisse ihres Schaffens in den Bereichen Musik, Fotografie, Lyrik, Prosa, Grafik, Malerei und Kunststickerei erhalten sind. Rose Scooler, Albert Hess, Julie Hanusch, Max Zimmering und Käthe Mickwausch haben eine Zeit ihres Lebens im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gelebt. Alle mussten ihn aufgrund der antisemitischen Verfolgung der NationalsozialistInnen verlassen, manche sind später zurückgekehrt. Die Ausstellungstafeln zeichnen ihr Leben nach und geben einen Eindruck von ihrem künstlerischen Wirken.
Digital sind die Ausstellungstafeln hier zu finden.
Die Ausstellung wurde von AKuBiZ e.V. und Teilnehmer*innen von Geschichtswerkstätten erstellt. Sie umfasst sechs Roll-Ups in den Maßen 2m x 1,20m und kann bei uns ausgeliehen werden. Bei Interesse können auch Begleitworkshops für Jugendliche angeboten werden.
Die Erstellung der Ausstellung wurde gefördert durch:

In Frühling und Sommer 2024 entstand in unserem Kooperationsprojekt mit der DJO Sachsen-Anhalt die Broschüre "Widerständige Wege - Vielfalt des Widerstands". Die 20 Teilnehmer*innen brachten in intensiver und auch emotionaler Arbeit ihre eigenen Erfahrungen mit dem Thema Widerstand in Form von Texten oder Gedichten auf Papier. Die mehrsprachige Broschüre ist nun auch digital und zum Download hier verfügbar. Gedruckte Exemplare können auch bei uns in der Kulturkiste abgeholt werden.
Am 15.02. organisiert die DJO Sachsen-Anhalt eine Lesung der Broschüre in der Passage 13 in Halle. Dort wird der Chor Pir-Moll auftreten - wir freuen uns drauf!
Am 9. Januar 2025 fand die Eröffnung unserer neuen Ausstellung „Jüdische Geschichte in Kunst und Kultur im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge“ im StadtMuseum Pirna mit einem spannenden Gespräch von Marion Kahnemann und Alexander Walther zu jüdischer Identität, Kunst, Erinnerung und den künstlerischen Erfahrungen Marion Kahnemanns statt.
In der Ausstellung werden fünf Jüdinnen_Juden portraitiert, die im 20. Jahrhundert im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gelebt und hier Kunst und Kultur mitgeprägt haben – Max Zimmering und Albert Günther Hess aus Pirna, Julie Hanusch aus Freital, Käthe Mickwausch aus Heidenau, und Rose Scooler aus Porschendorf. Die im Rahmen von Geschichtswerkstätten entstandenen Ausstellungstafeln zeichnen ihr Leben nach und geben einen Eindruck von ihrem künstlerischen Wirken in Musik, Fotografie, Lyrik, Prosa, Grafik, Malerei und Kunststickerei. Die Ausstellung ergänzt unsere bereits bestehende Ausstellung „Jüdisches Leben in Pirna und der Sächsischen Schweiz“.
Weiterlesen: Ausstellung: Jüdische Geschichte in Kunst und Kultur
Öffnungszeiten Kulturkiste K2
jeden Donnerstag 14-17 Uhr
und nach Absprache