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Wanderung mit Schüler*innen des Christlichen Gymnasiums „Johanneum"„Nirgends kann Geschichte besser erfahren und Erinnerung an sie bewahrt werden als an den Örtlichkeiten ihres Geschehens. Authentische Orte, die in der Zeit des Nationalsozialismus eine bedeutende Rolle gespielt haben, gibt es etliche in Sachsen. Doch sind nicht alle diese Orte auch als solche gekennzeichnet und geraten aus diesem Grunde mancherorts in Vergessenheit.“ schreibt Carina Baganz in ihrem Buch „Erziehung zur Volksgemeinschaft“. Damit dies nicht geschieht bieten wir seit fast 9 Jahren Wanderseminare an, in denen wir uns mit der regionalen Geschichte im Nationalsozialismus beschäftigen.

Bereits am 16. April waren Schüler*innen des Christlichen Gymnasiums „Johanneum“ zu Gast. Mit ihnen wanderten wir vom Hockstein durch die Wolfsschlucht und den Schindergraben zur Burg Hohnstein. Dort befand sich von März 1933 bis August 1934 eines der ersten Konzentrationslager im Deutschen Reich. Die vormalige Ausstellung wurde 1995 entfernt, genauso wie einige andere Gedenkzeichen. Die derzeitige „Ausstellung“ verdient diesen Namen nicht wirklich. Informationen zum Frühen Konzentrationslager, die man heute erfolglos sucht, besprachen wir dann mit der Gruppe. Über Gautschgrotte, Diebskeller und Neuweg führte unser Weg zurück in das Polenztal.

St. LouisAnne nahm für die AG Asylsuchende und unseren Verein an einem Fachkräfteaustausch in den USA teil. Wir haben Anne dazu befragt:

Anne, wie kam es zu dieser, doch sehr weiten Reise und dem Fachkräfteaustausch?

Die Idee des Welcoming Communities Transatlantic Exchange ist entstanden aus einer Initiative von Cultural Vistas in Zusammenarbeit mit Welcoming America und der Heinrich Böll Stiftung North America. Hinter dem Austausch steckt das Ziel, Integrationspraktiker*innen aus Deutschland und den USA zusammen zu bringen, um die besten Ansätze und Praktiken zu teilen, was die Eingliederung von Migrant*innen in ihre jeweiligen Gemeinden anbelangt. Über drei Jahre hinweg werden amerikanische und deutsche Gruppen sich gegenseitig in ihren Ländern besuchen; der Fokus liegt hierbei auf Gemeinden, die mit einem signifikanten und unerwarteten Zuwachs an Geflüchteten konfrontiert wurden oder die einzigartige und erfolgreiche Ansätze für die Integration geliefert haben.

Ein weiterer Angriff auf die Solidarität: Büro von Bon Courage e.V. angegriffenBorna, 04.05.2016: Letzte Nacht griffen Unbekannte die Vereinsräume von Bon Courage e.V. in Borna an und versuchten diese mittels einer übel riechenden Flüssigkeit unnutzbar zu machen. Aufgrund des jahrelangen sozialen Engagements des Vereins bei der Unterstützung von Geflüchteten, kann kein Zweifel über die Motivation des Anschlags bestehen. Dieser reiht sich vielmehr in eine weiter steigende Anzahl von rechtsmotivierten und rassistischen Angriffen ein, die bereits im letzten Jahr im Landkreis um 180% gegenüber 2014 angestiegen ist. „Der konkrete Anschlag ist deshalb vielleicht weniger das Schockierende; das Schockierende ist vielmehr die Normalität, in welcher derartige Angriffe stattfinden.", so Sandra Münch, die sich seit 10 Jahren im Verein engagiert.

Man kann nicht umhin das gesellschaftliche Umfeld zu betrachten, in dem dieser und weitere Angriffe stattgefunden haben: Noch am Wochenende stellte die AfD ein Parteiprogramm auf, dass vor allem auf der Ausgrenzung und Diskriminierung von Geflüchteten basiert.

Sachbericht 2015Im Herbst 2001 legten wir, gemeinsam mit anderen Jugendlichen aus Pirna und der Region, den Grundstein zur Gründung des heutigen
Vereins. Wir wollten eine Alternative zu bestehenden rechten Strukturen schaffen und so ein Zeichen für Mitmenschlichkeit und Solidarität setzen. In den ersten Jahren lag der Schwerpunkt auf der Suche nach eigenen Vereinsräumen. Später änderte sich die Ausrichtung des AKuBiZ und im Fokus standen Vorträge zur rechten Szene in der Region. Die Ziele sind aber bis heute der Einsatz für Gerechtigkeit und Diskriminierungsfreiheit.

Wir alle organisieren ehrenamtlich Projekte zur Erinnerungsarbeit, Bildungsveranstaltungen und antirassistische Kulturevents. Für die Arbeit wurden wir schon mehrfach ausgezeichnet, beispielsweise mit dem taz-Panterpreis, dem Toleranzpreis der SG Dynamo Dresden, dem Regine-Hildebrandt-Preis oder dem Bundespreis Botschafter der Toleranz.

Welcoming Communities Transatlantic Exchange #wcte2016Wir freuen uns, dass unser Verein vom 18.-29.4.2016 an einem Austauschprogramm in den Vereinigten Staaten von Amerika vertreten ist. Der Welcoming Communities Transatlantic Exchange (#WCTE2016) bringt Integrationspraktiker*innen aus Deutschland und den USA zusammen, um die besten Ansätze und Praktiken zu teilen, was die Eingliederung von Migrant*innen in ihre jeweiligen Gemeinden anbelangt. Über drei Jahre hinweg werden amerikanische und deutsche Gruppen sich gegenseitig in ihren Ländern besuchen; der Fokus liegt hierbei auf Gemeinden, die mit einem signifikanten und unerwarteten Zuwachs an Geflüchteten konfrontiert wurden oder die einzigartige und erfolgreiche Ansätze für die Integration geliefert haben.

Unser Landkreis wurde für die Teilnahme an diesem Program ausgewählt und entsendet insgesamt fünf Expert*innen, die im Themenfeld Integration und Migration im Landkreis tätig sind.

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